Nabídka:




Vaše cesty k bezpečí
Portál krizového řízení pro JMK
Czechpoint
Město Židlochovice
Město Šlapanice
Vodárenská akciová společnost, a. s.
Regionální portál Šlanicko
Profil zadavatele
Obecní úřad Sokolnice - ekatalog.czMěstské, obecní úřady - ekatalog.cz



Historische Entwicklung der Gemeinde Sokolnice

Sokolnice, Sokolniky, ein Dorf in der Ebene, am rechten Ufer des Flüsschens Goldener Bach, 11 km südöstlich von Brünn, die Eisenbahnstation des Kaisers Ferdinand, die Post, eine große Kataster- und Feldgemeinde von 11,16 km², besaß 1588 Maße erstklassiger Felder und 178 Maße Weinberge.

Im J. 1750: 1722 Maße Ackerboden, 162 Maße brach, 15 Maße Gärten, 162 Maße Weideplätze, 18 Maße Weinberge, Wiesen für 114 Wagen; 54 Häuser vom Anfang des XVII. Jhdt., nach dem Dreißigjährigen Krieg nur 19 bewohnt, die restlichen 35 nicht bewohnt;
Im J. 1790: 75 Häuser, 574 Einwohner;
Im J. 1834: 73 Häuser, 588 Einwohner;
Im J. 1869: 116 Häuser, 1007 Einwohner;
Im J. 1880: 155 Häuser, 1201 Einwohner, davon 6 Protestanten, 1179 Katoliker, 16 Juden, 1142 Tschechen, 55 Deutschen und 3 eine andere Nationalität;
Im J. 1890: 173 Häuser, 1363 Einwohner, davon 2 Protenstanten, 24 Juden, 45 deutsch sprechenden, die restlichen Tscheche und Katoliker.
Im J. 1970:1841 Einwohner;
Im J. 1991:487 Häuser, 1700 Einwohner, davon 386 ohne Bekenntnis, 1086 Katoliker, 3 Protenstanten, 204 nicht festgestellt und 21 die restlichen.

Denkwürdig sind hauptsächlich die Schlachten bei Austerlitz im Jahre 1805. Hier auf der Ebene zwischen Sokolnice und Telnice, wo jetzt die Eisenbahn durchführt, endete die Schlacht am 2. Dezember um 4 Uhr nachmittags, als die Franzosen, unter anderem, am Silo in Sokolnice zwischen 3 und 4 Uhr über 800 Russen verhafteten.

Das Dorf gehörte zuerst dem Třebíč-Kloster, welches es später verschiedenen Herrschern ganz oder teilweise überließ. Im Jahre 1408 befanden sich hier die Güter von Erhart Puška von Kunštát und Jan, genannt Sokol von Lamberk; im J. 1459 die von Jan von Bítov und Sokolniky; im J. 1464 die von Jan von Bechov und Sokolniky. Um das J. 1466 sind dem Herrn Syrovátka in Sokolnice 10 Dukaten Jahreszins von einem Schuldbetrag von 100 Dukaten gepfändet worden. Ein Lehnsgut in Sokolnice wurde vor dem Jahr1481 von Jilvín von Hartvíkovice an die Magd Anna, Schwester von Hynek von Valdštejn und Židlochovice, für 720 Pfund verkauft und an die Ländereien von Židlochovice angschlossen.

Während des Krieges zwischen Jiří von Poděbrady und Matyáš von Ungarn war Sokolnice und Telnice. Mit dem Teich Dunava von Dobeš und Beneš von Boskovice gepfändet worden, aber auf Befehl des Königs Matyáš wurde Sokolnice mit Gewalt eingenommen und von dem Spielbergbeamten Herčík Peter in Besitz genommen. Herr Dobeš ging vor Gericht und das Dorf wurde 1490 dem zukünftigen König zugesprochen. Der neue König Vladislav schrieb es ihnen im Jahre 1492 rechtlich zu. Nach dem Tod von Dobeš besaß Sokolnice Beneš von Boskovice allein und im Jahre 1507 überließ er es Vilém von Pernštejn. Vratislav von Pernštejn verkaufte Peter Sádovský von Sloupno im Jahre 1560 das Dorf Sokolniky mit einem Lehnsmann und 3. in der Mühle in Sokolnice, die Dörfer Telnice und Medlánky.

Nach ihm wechseln die Besitzer in schneller Reihenfolge: im Jahre 1588 Jindřich Pfefferkorn von Ottopach (die Festung und das Dorf Sokolniky, das Vorwerk, der 2. Hof, Dvořák genannt, die Brauerei ), nach seinem Tod in 1590 Jindřich, Burggraf von Dolina, im Jahre 1596 Bohuslav Bořita von Budeč in Líšeň und Kobylnice, im Jahre 1625 Eliška Berg geb. Kummer ( das Dorf, die Festung, das Vorwerk, die Mühle, die Mälzerei und den Forst an der Festung) und nach ihrem Tod die Tochter Marie Františka (Priska) Gräfin von Magni in Strážnice, im Jahre 1664 Marie Polixena die Witwe Pasmann von Panass geb. Gräfin von Heissenstein, im Jahre 1690 ihr zweiter Ehemann Jan Albrecht Graf von Lamberk, im Jahre 1693 Karel Veneš von Lamberk in Kunštát, im Jahre 1705 Walter Xaver, Fürst von Ditrichštejn, der es für 154.000 Gulden und 2.000 Dukaten Schlüsselgeld erwarb. Im Besitz seiner Dynastie blieb es dann über 150 Jahre und ging danach an die Grafen Mitrovský von Mitrovice und Nemyšl; nach dem Tod des Grafen Franz im J. 1875 an Vladimír, der den größten Teil des Jahres auf Schloss Sokolnice verweilte und als er 1899 starb verblieb es seinem einzigen Sohn Vladimír.

Um das Jahr 1550 hat es hier eine Festung, zwei Höfe, eine Mühle und eine Brauerei gegeben, 1622 gab es an der Festung einen Hof, eine Mühle, eine Mälzerei und Wald.

Zu der Grafschaft gehörten im Jahre 1750 die Dörfer Horákov, Kobylnice, Ponětovice, Sokolnice, Telnice und ein Teil von Jiříkovice.

In der Grafschaft gab es Anfang des 17. Jahrhundertes 42 Hofvasallen, 157 Häuser, die im 30jährigen Krieg so beschädigt wurden, dass noch im Jahre 1656 über die Hälfte der Häuser unbewohnbar waren; im J. 1673 standen nur noch 83 Häuser. In dem Jahr lagen 5909 Maße der Felder brach und von den 310 Weinbergen gab es noch 195. Im Jahre 1750 lagen noch 174 Felder brach, die anderen wurden wieder bestellt und von den Weinbergen wurden nur 18½ Maße bearbeitet.

Die Obrigkeit besaß die Teiche ( bei Sokolnice Horní Donava mit 60 Schock Fische, den unteren Teich mit 80 Schock, bei Kobylnice zwei Teiche mit 170 Schock Fische), eine Brauerei in Sokolnice für 807 Fass (das Bier kostete damals 2 Kreutzer pro Maß ), eine Fassbinderei wo jährlich 4½ Fässer Wein verkauft wurden, einen Fasanenwald bei Sokolnice von 156 Maß, der völlig zugewachsen war, einen Wald bei Horákov von 1500 Maß, je eine Wirtschaft in Sokolnice, Kobylnice, Telnice und Jiříkovice, die Mühlen in den Dörfern, davon die größte in Sokolnice und eine herrschaftliche Schmiede.

Die Obrigkeit kassierte den Zehnt von den Erträgen der Felder, wovon gewöhnlich die Hackfrüchte für die Untertanen von Sokolnice, Ponětovice und Horákov verblieb.

Nach späteren Messungen besaß die gesamte Grafschaft 5950 Acker und 3 Teiche, die nicht nur gute Fische ( vor allem Karpfen und Hechte), sondern auch gut nutzbaren Rohr boten.

In Sokolnice gehörte der Obrigkeit ein Schloss, eine Brauerei, eine Gerberei, eine Ziegelfabrik, eine Fasanerie und ein Hopfengarten; bei Horákov ein Jagdbezirk, der jährlich 1200 Faden Holz aller Art abwarf und Kalkgruben. Später besaß der Großgrundbesitz in Sokolnice ein Schloss, 9 Höfe in eigener Verwaltung , eine Brauerei, eine Zuckerfabrik, eine Mühle, eine Mostpresse, eine Ziegelfabrik und andere Grundstücke: 1305 ha Felder, 765 Wiesen, 133 Gärten, 51 Weideplätze, 768 ha Wald, 1 ha Teich und 167 ha unfruchtbare Erde.

Die geistliche Verwaltung von Sokolnice findet seit langem in Telnice statt. Die Schlosskapelle wurde in den Jahren 1690 und 1750 erneuert, ab 1750 wurde ein Kaplan ernannt, der dann für gewöhnlich der Pfarrer in Telnice wurde. Inmitten des ovalen, geräumigen Dorfplatzes steht eine Kapelle, in der Ecke an der Schule ein Kreuz, von der Gemeinde bei der Gründung der neuen Schule erbaut.

In die Schule ging man früher auch nach Telnice. Im Jahre 1872 wurde eine neue schöne Schule gegründet; im Jahre 1891 wurde sie zur dreizügigen Schule mit 241 Schülern ausgebaut.

In Sokolnice ist im Jahr 1696 Dr. Jan Táborský geboren, Mitglied des Prämonstratenserordens ein ausgezeichneter Prediger, Priester in Bohuňovice zu Šternberk ( 1739 – 1744 ) und in Kněhnice zu Boskovice ( 1745 – 1748 ). Er übersetzte die „Gebetspostille“, d. h. die Auslegungen für Sonntagspredigten und festliche Evangelien von P. Gofiné und er schrieb „Predigten für die Krönung des Marienbildes am Heiligen Berg“ im Jahr 1732, „Tria tabernacula oder 61 Predigten über die Heiligen“ in Olomouc 1738, „Mons Tabor evangelicae veritatis oder Predigten für alle Sonntage des Jahres und besondere Feiertage unseres Erlösers“ in Hradec Králové 1747. Er starb im Jahre 1748.

Die Gemeinde besaß im Jahr 1750 folgendes Vermögen: 30 Maße Felder und Wiesen mit 2 Wagen Heu.

Im Siegel war die Aufschrift „Sigillum... Sokolnice 1687“ und im Wappen, ein Pflugeisen, ein langes Messer im Schild und darüber ein Falke.

Im Dorf gab es eine Bauernsparkasse, einen Verein der freiwilligen Feuerwehr, eine Post, ein Telegrafenamt und einen Bahnhof der Kaiser Ferdinand Eisenbahn.

Die Dorfviertel nennt man: Šlapanská, Hinter Donava, Unter den Weinbergen, Hundertähren, Goldberg. Auf dem Wachhügel gab es eine altslawische Warte, um Signale zu geben und zu melden, wenn Feinde nahten. Wenn in Kriegszeiten Gefahr drohte, verbargen sich die Einwohner in den geheimen Katakomben und ihren Nebenkellern. Als z. B. in der Umgebung am 2. Dezember 1865 die Schlacht bei Austerlitz tobte und um 9 Uhr die Franzosen Sokolnice eroberten, versteckten sich die verängstigten Bewohner während der Schlacht in den Kellern ihrer Häuser. Die gefallenen Soldaten wurden hinter dem Silo in Massengräbern beerdigt.

Zwei km. westlich von Sokolnice gab es ein neues Gut, genannt Vladimírov, mit 32 katolischen Einwohnern.

In der Nähe, in „Dunávky“ bei Rajhradice, wo das neue Dorf Otmarov 1790 gegründet wurde, hatte es früher ein Dorf namens Dunajovice gegeben. Es gehörte dem Rajhradice Kloster, wurde im XV. Jhdt. verwüstet und erlosch völlig.

Auf dem weiten Dorfplatz stand noch im Jahr 1899 eine Glockenkapelle gegenüber dem Haus Nr. 23.

Oben hatte sie ein handgeschmiedetes Eisenkreuz mit der Jahreszahl 1751. Später wurde sie abgerissen und bevor eine Neue gebaut wurde, errichtete man vor dem Haus Nr. 51 vier Säulen mit einem kleinen Dach, wo die ursprüngliche Glocke aufgehängt und mit ihr geläutet wurde.Mit dem Bau der neuen Kapelle wurde im September 1906 begonnen. Das Budget belief sich auf 4.000 Kronen, von der hiesigen Gemeinde getragen und Dank Spenden auch innen reich verziert, wurde sie am 3. Mai 1908 feierlich eingeweiht.

Die neue Kapelle ist ziemlich groß und steht zwischen dem Schulgebäude Nr. 20 und dem ehemaligem Grafschaftsgasthaus Nr. 52 (heutige Gaststätte). Die Glocke, vorübergehend auf den 4 Säulen plaziert, wurde in dem Turm der Kapelle installiert, wo sie im Juli 1912 beim Läuten platzte. Sie war 140 Jahre alt ( 1772 – 1912 ). Danach wurde eine neue größere Glocke besorgt und am 26. Juli 1912 aufgehängt. Mit ihr wurde zum letzten Mal am Abend des 23. Mai 1917 zum Abendgeläut gerufen. Dann wurde sie mit Hilfe einer Feuerwehrleiter und unter Teilnahme einer Menschenmenge abgehängt. Viele alte Leute verabschiedeten sich von der Glocke mit Tränen in den Augen. Sie wog 53,5 kg und nach der Schmelzung wurde sie zum Morden und Vernichten von Mensch und Gut weiterverarbeitet. Sie wurde verurteilt, dem alten Kaiser, dem Verursacher des 1. Weltkrieges, in dem ungerechten Krieg zum Sieg zu verhelfen, doch sie erfüllte diese Aufgabe nicht.

Auch die nächste Glocke, die nach dem 1. Weltkrieg am 8. Februar 1920 den Namen „Jan Taufer“ bekam, 75 kg wog und 5.000 Kronen kostete, ereilte ein ähnliches Schicksal. Sie wurde im 2. Weltkrieg von den Deutschen beschlagnahmt und für den Sieg von Hitler zu Kanonen verarbeitet. Endlich wurde nach dem Krieg die 4. Glocke angeschafft, welche, aus Ersatzmetall gefertigt, den Namen „Václav“ bei der Einweihung erhielt.

Die Kapelle wurde während des Krieges 1945 beschädigt und im Jahr 1947 für 20.000 Kronen gründlich renoviert.

Počet zobrazení: 6080